Gedenken zum 67. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslager Auschwitz
Petra Hinz ruft zu mehr Solidarität und Gemeinschaft aufZum 67. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee gedenken Abgeordnete des Deutschen Bundestages der zahllosen Opfer des Nationalsozialismus. 1996 proklamierte der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog den Gedenktag, der seither traditionell am 27. Januar stattfindet. Die Gedenkstunde beginnt um 9 Uhr und wird von Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert eröffnet. Neben den Abgeordneten nehmen Teilnehmer der Verfassungsorgane sowie junge Menschen aus Deutschland, Polen, Frankreich und anderen Ländern teil. Bundesweit werden am 27. Januar öffentliche Gebäude beflaggt und die Fahnen auf Halbmast gesetzt.
Zum 65. Jahrestag der Befreiung sprach erstmals der israelische Staatspräsident Schimon Peres vor den Abgeordneten im Bundestag. Im letzten Jahr hielt Holocaust-Überlebender Zoni Weisz aus den Niederlanden als erster Vertreter der Sinti und Roma die Gedenkrede. In diesem Jahr übernimmt der berühmte Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki diese schwere Aufgabe. Er ist einer der letzten Überlebenden des Warschauer Gettos. Seine Eltern wurden in den Gaskammern von Treblinka ermordet. Aus seiner Familie überlebte außer ihm und seiner Frau Teofila nur seine Schwester den Holocaust. Reich-Ranicki sagt, dass er „von seinen Erfahrungen berichten“ wird und, dass dies eine „schwere Aufgabe“ sei.
Dr. Waltraud Rehfeld, Zeitzeugin und langjährige Vorsitzende des Bundes der Verfolgten des Naziregimes (BVN), hält anschließend eine kurze Ansprache. Christoph Heubner, Vizepräsident des Internationalen Auschwitz-Komitees, überreicht die „Gabe der Erinnerung“ an Prof. Dr. Norbert Lammert. Die Skulptur soll die Fähigkeit zur Erinnerung und die stete Aufrechterhaltung des Gedenkens an das Terrorregime der Nationalsozialisten würdigen.
Für Petra Hinz,MdB ist die Teilnahme am Gedenktag eine Selbstverständlichkeit: „Man sollte jeden Anlass nutzen, um den Opfern der Kriege zu gedenken und die Erinnerung daran wach zu halten.“ Um antisemitisches Gedankengut zu verhindern, müssen die Menschen sich zusammenschließen. „Wir als Sozialdemokraten stehen für aktive Aufklärung und Demokratisierung“, betont Petra Hinz, der das Thema sehr am Herzen liegt. Für sie zählt das klare Bekenntnis zu Solidarität und zur Gemeinschaft in der Gesellschaft.
Die Gedenkstunde wird ab 9 Uhr live im Parlamentsfernsehen, im Web-TV auf www.bundestag.de und auf mobilen Endgeräten in deutscher Sprache und im Web-TV auf der englischsprachigen Seite von www.bundestag.de in englischer Sprache übertragen.
Die deutschsprachige Live-Übertragung kann mit der kostenlosen App des Bundestages für Android-Smartphones und iPhones verfolgt werden. Für alle anderen Smartphones ist sie unter m.bundestag.de abrufbar.
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