Dein erster Nachtdienst? Ein paar gute Tipps

Eingetragen bei: Wir Krankenschwestern | 0

Arbeiten, wenn andere schlafen, das gehört zu unserem Beruf nun einmal dazu. Zwar müssen wir heute weniger Patienten betreuen als es noch vor 25 Jahren war, dafür ist die Versorgung viel aufwändiger geworden. Gerade Nachts stehen wir vor der Herausforderung, uns auf ständig neue Patienten einstellen zu müssen und auf deren Krankengeschichte. Wir müssen auf Notfälle eingestellt sein und von jetzt auf gleich konzentriert arbeiten können. Gerade vor dem ersten Nachtdienst haben viele deshalb Angst und dennoch kann man mit einer guten Vorbereitung den ersten Nachtdienst sehr gut bewerkstelligen.

Vor allem der erste Nachtdienst ist eine große Herausforderung und auch eine Belastung für den Körper. Er geht an die Substanz, denn der Körper ist irritiert und der Schlafrhythmus durcheinander gebracht. Bei Vielen führt das zu schlechter Laune und zu einem frustrierten Verhalten. Damit dies nicht passiert, kann man mit einiger Vorbereitung diesem entgegen treten.
Bevor Du deinen Nachtdienst antrittst, solltest du natürlich ausreichend geschlafen haben. Auch etwas Sport morgens oder am Mittag steigert die Konzentration und die Laune. Übermäßiger Sport dagegen kann Deinen Körper müde machen, also dabei nicht übertreiben.

Natürlich solltest Du vor dem Nachtdienst auch gut gegessen und viel getrunken haben. Ballaststoffreiche und fettarme Nahrung ist hier empfehlenswert, da fettige und schwere Speisen den Körper nur müde und träge machen. Auch zu viel Kaffee vor dem Nachtdienst kann bewirken, das es bei Dir durch den Koffein-Überschuss zu einem Leistungsabfall und gleichzeitig zu einem Anstieg des Stresslevels kommt. Du kannst dich auch selbst motivieren, indem Du Dir sagst, das die meisten Patienten nachts schlafen und es aus diesem Grund weniger Stress geben wird als in der Tagesschicht. Und du weißt, das du am nächsten Tag den ganzen Nachmittag frei haben wirst.

Bist du auf der Station angekommen, so solltest Du dich darüber informieren, mit wem zu zusammen arbeiten wirst. Sind Dir die Ärzte oder anderes Personal noch nicht bekannt, so stell Dich vor. Es erleichtert die Zusammenarbeit, wenn man im Notfall das Gesicht des diensthabenden Arztes oder anderer Pflegemitarbeiter kennt.

Natürlich ist es auch sehr wichtig, das Du Deine Patienten kennst. Dabei musst Du Dich nicht bei jedem persönlich vorstellen sondern ein Blick in die Patientenakten reicht hier völlig aus. Du solltest deren Erkrankungen kennen und ebenso, was im Fall einer Komplikation zutun ist.

Natürlich sollten die wichtigsten Telefonnummern immer bei der Hand sein, damit Du im Notfall schnell reagieren kannst.

So gut vorbereitet solltest du während des Nachtdienstes für eine helle Beleuchtung sorgen, welche Deinem Körper dabei hilft, wach zu bleiben. Merkst Du, das Du müde wirst, dann steh auf und bewege Dich etwas: streck Dich und vertritt Dir die Beine. Ist es möglich, so kannst du auch etwas frische Luft schnappen.

Du solltest während der Nachtschicht immer beschäftigt bleiben. Nichtstun und Warten fördert die Müdigkeit. Gerade auf einer Krankenstation gibt es immer etwas zutun wie kontinuierliche Aufgaben, zu welchen die Tagschicht keine Zeit hatte. Daneben kannst Du Dir natürlich auch ein Buch mitbringen, etwas zum Rätseln oder zum Basteln. Möglichkeiten gibt es da einige, nur solltest Du darauf achten, das die Beschäftigungen im Rahmen bleiben und die Patienten in ihrem Schlaf nicht stören.

Die besten Apps für Kids – Was Ihr Euren Kleinen downloaden könnt

Eingetragen bei: Familie | 2

Wenn die Kleinen das Smartphone der Eltern erhaschen, ist es meistens unvermeidlich. Ehe man sich versieht beherrschen unsere Kinder bereits alle möglichen Funktionen und stöbern in den App-Stores herum. Bei meinen eigenen Kindern ist das ähnlich gewesen: ich bin als Krankenschwester im Schichtdienst tätig. Deshalb habe ich gezwungener Maßen immer das Handy griffbereit und ab und zu textet man auch etwas an Arbeitskollegen. Das alles bekommen die Kinder natürlich gleich mit. Vermeidbar ist das leider nicht immer. Deshalb ist es sicherlich sinnvoll, den Kindern den kontrollierten Umgang mit dem Smartphone beizubringen. Denn zu verhindern ist es nicht, dass die Kleinen das Smartphone wie die ganz Großen selbst in die Hand nehmen. Für alle Eltern, denen das auch bekannt vor kommt, habe ich hier einmal ein paar der besten Apps für eine kindergerechte Nutzung des Smartphones bzw. des Tablets zusammgentragen.

Apps für Kinder ab 3 Jahren

Meine erste App – Fahrzeuge
Diese App vermittelt einen guten Einstieg für die Kleinsten. Das Spiel ist schön bunt und es kann rund um das Thema Fahrzeuge gepuzzelt und gerätselt werden. Das fördert nicht nur die Entwicklung, sondern macht meinen Kindern auch noch sehr viel Spaß. Die Steuerung erfolgt durch das Anwählen von Symbolen über das Touch-Display des Smartphones. Zusätzlich kann man den Schwierigkeitsgrad individuell auswählen. Die App gibt es aber auch mit dem Thema Zirkus und Flughafen. Die Kosten für die App betragen 2,99 Euro.

Sound Puzzle
Eine andere Alternative zu der erstgenannten App ist das „Sound Puzzle“. Dabei kann dein Kind zuorden, was zu wem passt. Es können Geräusche, Klänge und Töne spielerisch erkundet und erlernt werden. Die Aufgabe besteht darin, bestimmte Geräusche zu einem passenden Bild zuzuordnen. Im Prinzip wie ein digitales Memory. Es gibt insgesamt 20 verschiedene Spiele mit Themenbereichen wie zum Beispiel wilde Tiere, musikalische Instrumente oder Baustellen. Diese App trainiert die kognitiven und auditiven Fähigkeiten der Kleinen. Hinzu kommt, dass diese App komplett kostenlos ist.

Apps für Kinder ab 5 Jahren:

ADAC-Reisespiel
Wenn man mal länger mit den Kindern zu Oma und Opa unterwegs ist, bietet die ADAC App „Reisespiele“ Beschäftigung und sorgt für Abwechslung. Dabei kann man zwischen einem Länderquiz und Memospielen wählen. Dazu gibt es aber auch noch Beschäftigungstipps für lange Fahrten, die auch komplett ohne Smartphone funktionieren. Die kinder bekommen ein wenig Allgemienwissen vermittelt und haben Spaß am Spielen. Der Preis des Downloads liegt bei 2,99 Euro.

Mein neuer Freund, das Känguru
Diese App soll Kindern den Spaß am Lesen vermitteln. Es wird eine süße, interaktive Geschichte über Freundschaft, Hilfsbereitschaft und die spannende Welt der Bücher erzählt. Die App hilft bei den ersten Leseübungen und lässt die Kinder leichter lernen. Dabei werden die Schreibweisen der Wörter im Vorlesemodus einzeln hervorgehoben. Eine lustige Funktion ist, dass man mit dem Recorder die eigene Stimme aufnehmen kann. Und das Beste: die App ist kostenlos.

Für Schulkinder ab 6 Jahren

Opera Maker
Mit dieser App kann dein Kind seine eigene Oper spielen, singen und erfinden. Die Kleinen sind plötzlich Regisseur, Bühnengestalter, und Designer in einem. Das fordert die Kleinen und fördert gleichzeitig auch die Kreativität. Die Figuren können mit dem Bild der Kinder und der eigenen Stimme modifiziert werden, was den meisten Kindern am Besten gefällt. Wer aber keine Lust auf sie Gestaltung der eigenen Operinszinierung hat, der kann sich auch Klassiker wie die Zauberflöte, Wilhelm Tell und Hänsel & Gretel vorführen lassen. Die App kostet dich nichts.

Zahlen-Held von Ravensburger
Diese App soll deinen Kindern das unbeliebte Thema Mathe näher bringen. Mit der App Zahlen-Held wird Mathe zur spielerischen Aufgabe. Die Regeln sind denkbar einfach: Man muss das richtige Ergebnis erreichen, indem man die richtigen Zahlen miteinander verbindet. Das Ganze Spiel läuft natürlich auf Zeit. Die einfachste Stufe für Einsteiger ist Modus 1 mit einem Zahlenraum bis 20, für die geübteren Kinder gibt es Modus 2 mit dem Zahlenraum bis 90. Das Addieren ist ab 6 Jahren und das Multiplizieren ist für Neunjährige geeignet. Die Kinder üben damit spielerisch ihre Aufgaben und vielleicht weckt man ja sogar für das ungeliebte Fach Mathe ein wenig mehr Interesse. Der Preis beläuft sich auf 1,99 Euro.

Fazit:

Es gibt ein paar sinnvolle Apps für deine Kinder. Ganz verbieten oder verhindern kann man die Smartphone-Nutzung durch die Kleinen sowieso nicht. Dann ist es besser, die Smartphone-Nutzung durch die Kinder zu kontrollieren.

Cellulite – Was ihr dagegen tun könnt

Eingetragen bei: Gesundheit | 2

Cellulite ist ein Problem, mit dem etwa 90 Prozent aller Frauen zu kämpfen haben. Bei Cellulite handelt es sich um Hautdellen, welche vor allem am Po auftreten und an den Oberschenkeln, manchmal jedoch auch am Bauch oder an den Armen. Grund hierfür ist die Mikroarchitektur des subkutanen Fettgewebes und Bindegewebes. Cellulite wird häufig auch als Orangenhaut bezeichnet und ist keine Krankheit.

Die Hauptursache für Cellulite liegt nicht in unserem Beruf oder unserem Gewicht sondern ist einfach eine genetische Veranlagung, die genetische Veranlagung zu einer angeborenen Bindegewebsschwäche. Auch hormonelle Umstellungen, Schwangerschaften oder eine Gewichtszunahme sind Gründe, die das Entstehen von Cellulite begünstigen. Wie bei allen vielen anderen kosmetischen Unschönheiten spielt jedoch auch der Lebensstil für das Entstehen der Cellulite eine Rolle. An Bewegungsmangel kann es in unserem Beruf nicht liegen aber Zigaretten, Alkohol und zuckerhaltige Lebensmittel können das Bindegewebe schwächen.

Doch was kann man dagegen tun? Im Handel werden eine Reihe von Cremes gegen Cellulite angeboten. Diese sollen spezielle Wirkstoffe zur Straffung der Haut beinhalten, welche die Fettzellen weg schmelzen und das Gewebe straffen. Erwiesen sind diese Wirkungen jedoch nicht. Die Wirkstoffe aus den Cremes und Lotionen wirken eher an der Hautoberfläche und dringen nicht so tief in die Haut ein, damit sie die Ursache der Cellulite bekämpfen könnten. Viele von uns leiden berufbedingt auch an Krampfadern oder an Besenreisern. Wer auch mit solchen Problemen zu bekämpfen hat, der sollte mit den Anti-Cellulite-Cremes sehr vorsichtig sein, denn die Wirkstoffe in diesen sind häufig durchblutungsfördernd und können die Gefäße noch mehr erweitern.

Wenn Du die Cellulite dauerhaft bekämpfen willst, dann ist vor allem Ausdauer und Disziplin erforderlich und ein gesunder Ernährungsplan, regelmäßiger Sport wie auch Massagen und eine regelmäßige Pflege der Haut.

Problematisch wird ein gesunder Ernährungsplan häufig wegen der unbeständigen Arbeitszeiten, welche ständig wechseln. Da kennt man seine Ernährungssünden nur allzu gut. Doch wenn man zu unregelmäßigen Zeiten isst, dann bringt man sein Verdauungssystem durcheinander. Besser ist es, wenn wir die Mahlzeiten im voraus planen vom Frühstück über das Mittag- und Abendessen bis hin zu den Zwischenmahlzeiten. An diese persönlich festgelegten Zeiten musst Du dich natürlich dann auch halten vor allem Nachts. Wichtig bei Aufstellung des Planes ist, es, das dieser unabhängig von der Schicht, jeden Tag eingehalten werden kann.

Die Mahlzeiten können zu hause auch gut vorbereitet werden. So kennst Du die Fett- und Zuckerbestandteile Deiner Mahlzeiten und die Möglichkeit zum Aufwärmen des Essens ist doch gegeben. Natürlich ist es auch möglich, einen Obstkorb am Arbeitsplatz aufzustellen.

Für den Sport muss man gar nicht viel tun. Hier reicht es, wenn du kurze Strecken nur noch zu Fuß gehst, statt dem Fahrstuhl die Treppe benutzt oder für den Weg zur Arbeit das Fahrrad nutzt. Wenn Du noch etwas mehr tun möchtest, dann gehe ein- bis zweimal die Woche schwimmen, fahre viel mit dem Fahrrad oder hol mal wieder die Inlineskates heraus. Auch Nordic Walking, Wandern oder Joggen helfen Dir dabei, die Beinmuskulatur zu straffen.

Bei der täglichen Pflege der Haut sollten Massagen mit Massagehandschuhen, – rollen oder anderen -geräten zum Einsatz kommen. Diese helfen dabei, den Stoffwechsel zu beschleunigen und sorgen zudem für den Abtransport von Stoffwechselschlacken. Die betroffenen Körperstellen solltest du jeden Tag massieren. Auch Wechselduschen kurbeln Deine Blut- und Lymphzirkulation an.

Impotent mit 25? Wenn Dich ein Patient zum Nachdenken anregt

Eingetragen bei: Gesundheit | 3

In meinen ersten Jahren als Krankenschwerster habe ich bereits viele verschiedene Patienten und deren Schicksale miterlebt. Wenn Du einen 50 Jahre alten Mann siehst, wie er mit Herzproblemen zu kämpfen hat, bist Du nicht mehr überrascht. Unser heutiger Lebensstil mit zu viel Fast Food, zu wenig körperlicher Bewegung und dazu dem Bürojob, bei dem man 8 bis 9 Stunden am Tag vor dem Rechner sitzt, fordert seinen Tribut. Ein über Jahre hinweg mitgeschleppter, hoher Cholesterinspiegel und die Herzprobleme sind leider vorprogrammiert.

Doch heute soll es nicht um das Offensichtliche gehen, sondern um einen jungen Patienten, dessen Probleme mich irgendwie bewegt haben. Bei diesem Patienten handelte es sich um einen 25 Jahre jungen Mann, der mit Potenzproblemen zu kämpfen hatte. Zwar ist mir bewusst, dass Erektionsstörungen auch im jungen Alter auftreten können, jedoch ist es vielleicht die Tatsache gewesen, dass der Patient nicht wesentlich jünger als ich war. Irgendwie hat es mich besonders ergriffen.

Potenzprobleme treten natürlich dennoch meist bei älteren Männern auf. Wer die 50 erreicht kann alleine aufgrund der körperlichen Beeinträchtigungen Schwierigkeiten im Sexualleben bekommen. Bei den jüngeren Männern sind die Gründe komplett unterschiedlich. Ich habe mich letzten Abend hingesetzt und etwas genauer recherchiert, da mir der Patient irgendwie nicht aus dem Kopf gegangen ist. Vielleicht können die Informationen hier dem einen oder anderen Verzweifelten weiterhelfen …

Erektionsstörungen bei jungen Männern – Was sind die Ursachen?

Die temporäre Erektionsstörung ist auch bei Männern, die unter 40 Jahre alt sind keine Seltenheit mehr. Allerdings gibt es einen Unterschied bei den Erektionsstörungen von jungen Männern zu den älteren Männern – die Potenzprobleme sind in der Regel einmalig und nicht von Dauer. Die ED (erektile Dysfunktion) kann jeden Mann betreffen und dabei spielt das Alter nicht immer eine Rolle. Versagt die Erektion nur einmal oder nur selten, so liegt keine erektile Dysfunktion vor und es besteht keine Notwendigkeit, sich an einen Arzt zu wenden. Die Gründe für die einmalige Störung können folgende sein: Stress (Arbeit, Schule, Uni), zu hohe körperliche Belastung oder einfach nur Müdigkeit. Das ist die gute Nachricht, oftmals spielt sich alles im Kopf ab und die Probleme sind wirklich nur von einmaliger oder zumindest kurzer Dauer. Solltest Du jedoch feststellen, dass Deine erektile Dysfunktion bereits seit mehreren Wochen besteht, solltest Du Dir wirklich fachlichen Rat holen.

Die häufigste Ursache für ED: Stress bei der Arbeit

Die Anforderungen im Beruf werden immer höher. Das führt unmittelbar dazu, dass junge Männer täglich einer hohen psychischen Belastung ausgesetzt sind. Tagsüber wird die meiste Energie, ob körperlich oder geistig verschwendet und am Abend bleibt dann für Sex oftmals keine Kraft mehr übrig. Nach der Arbeit fallen die meisten todmüde ins Bett und von Sex ist keine Rede mehr. In solchen Fällen braucht man sich nicht zu wundern, dass keine Erektion stattfindet. Schließlich ist der Körper erschöpft und er hat keine Energie mehr für sexuelle Aktivitäten. Meistens besteht in solchen Fällen immer noch eine leichte Erektion, die allerdings viel zu schwach für Geschlechtsverkehr ist.

Anhaltende Probleme, ein Grund zur Sorge?

Mit dem zunehmenden Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die organischen Ursachen der Auslöser für die erektile Dysfunktion sind. Dennoch spielen die psychischen Belastungen auch mit zunehmendem Alter eine entscheidende Rolle, wenn es um ED geht. Andersherum können auch junge Männer von organischen Ursachen betroffen sein, welche Potenzprobleme auslösen. Damit organische Ursachen ausgeschlossen werden können, muss eine Ultraschall-Untersuchung der penilen Gefäße vorgenommen werden. Die Ultraschall-Untersuchung gibt direkten Aufschluss darüber, ob die erektile Dysfunktion nicht bereits ein frühes Anzeichen für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall ist. Ferner kann die erektile Dysfunktion ein Anzeichen für Diabetes sein. Die frühe Erkennung ist ebenfalls notwendig, um mit der richtigen Therapie beginnen zu können und die Krankheit in den Griff zu bekommen.

Welche Hilfe gibt es bei der Potenzstörung?

Natürlich möchten die meisten jungen Männer die Krankheit geheim halten und lieber den Gang zum Arzt vermeiden. Dennoch sollte man auf jeden Fall abklären lassen, ob es sich um eine organische- oder rein vorübergehende Potenzstörung handelt.

Heutzutage kann die Potenzstörung sehr gut medikamentös behandelt werden und ist in vielen Fällen sogar heilbar. Selbst bei rein psychologischen Potenzstörungen kann Viagra verschrieben werden, damit der Patient dennoch Spaß am Sexleben haben kann. Auch wenn ein solches Medikament rein organisch wirkt, kann eine Einnahme Blockaden lösen und Selbstzweifel beseitigen. Oftmals wird ein entsprechendes Medikament bei jungen Männern daher auch nur vorübergehend angewendet.

Die psychischen Probleme können sich nicht selten auch von alleine auflösen, wenn man genügend schläft, seinen Körper ausruhen lässt und versucht nach Möglichkeit jeglichen Stress zu vermeiden. Auch das Gespräch mit dem Partner ist hier häufig ein ausschlaggebender Faktor.

Sport kann ein sehr gutes Ventil sein, um seinen Stress abzubauen. Daher empfiehlt es sich mit dem Sport zu beginnen, damit ein Ausgleich da ist. Selbstverständlich kann Sport auch bei organischen Ursachen eine Abhilfe schaffen. Die Änderung der Lebensweise kann in vielen Fällen die Eketionsprobleme lösen, und das gewohnte Sexualleben zurückzuerlangen. Ebenfalls hilfreich kann es sein, an Anti-Stress-Programmen teilzunehmen, welche dem Patienten dabei helfen, Stress besser verarbeiten zu können.

Fazit:

Zunächst einmal möchte ich am Ende festhalten, dass nur weil es ein paar Mal nicht im Bett geklappt hat, nicht zwangsläufig direkt eine Erektile Dysfunktion vorliegt. Ich finde gerade junge Männer setzen sich heutzutage viel zu sehr unter Druck und bugsieren sich so ungewollter Weise selbst in eine entsprechende Situation. Wer sich jedoch mit dem Thema auseinandersetzt und versucht die Ursachen zu verstehen, ist meist schon wieder fast aus dem Schneider. Abbau von Stress, weniger Druckaufbau und Absprache mit dem Partner … das wird in den meisten Fällen schon weiterhelfen. Bleibt das Problem bestehen sind wir als medizinisches Fachpersonal immer da, um zu helfen. Ob es am Ende Medikamente sind, die weiterhelfen, kann der Arzt entscheiden. Fakt ist, da es sich bei jungen Männern nahezu immer um psychische Probleme handelt, ist die Aufarbeitung das wohl beste Mittel!

Zucker – Macht er unsere Kids wirklich hyperaktiv?

Eingetragen bei: Gesundheit | 0

Sind Kinder wirklich aufgrund von dem Konsum zuckerhaltiger Lebensmittel hyperaktiv? Ich bin selbst Mutter von zwei Kindern. Sicher mache ich mir genau wie du sorgen und sehe das Thema durchaus kritisch. Deshalb habe ich mich intensiv mit dieser Fragestellung auseinandergesetzt. Auch aufgrund meines Berufes als Krankenschwester werde ich von anderen Müttern oft zusätzlich mit diesem Thema konfrontiert. Sicherlich lässt sich generell bestätigen, dass zuviel Zuckerkonsum ungesund ist, besonders für die Kleinen. Aber macht nur die Dosis das Gift oder aber ist Zucker ein generelles Gesundheitsrisiko, welches es zu vermeiden gilt?

Viele der Eltern, mit denen ich beruflich und auch privat in Kontakt komme, sind der Überzeugung Zucker würde Kinder hyperaktiv machen. Manche behaupten gar, dass dadurch ADHS ausgelöst wird. Immer wieder werde ich auch von den Eltern von Hyperaktivität betroffenen Kindern angesprochen. Oft wollen die Eltern von mir wissen, ob eine Reduzierung des Zuckerkonsums sogar dabei hilft, die rastlosen Kinder zu bändigen. Denn oftmals müssen die Kinder zur Behandlung Ritalin einnehmen. Eine von Ärzten übliche Behandlung dieser Verhaltensauffälligkeit.

Ich als Krankenschwester bin der Ansicht, dass eine Medikation mit Ritalin das letzte Mittel sein sollte. Aber kann man Hyperaktivität der ADHS wirklich mit Verzicht auf Zucker behandeln oder gar heilen? Mit Vielen Kollegen, darunter auch Ärzte, habe ich mich einmal über das ganze Thema schlau gemacht.

Sicherlich wird heutzutage Zucker in den Industrienationen zu viel aufgenommen. Die Zahl der übergewichtigen Kinder bestätigt das. Für viele Krankheiten kann Zucker durchaus verantwortlich sein, beispielsweise Diabetis Mellitus Typ II. Jedoch lässt sich der Zusammenhang zwischen dem Zuckerkonsum und Hyperaktivität bei Kindern in keiner Studie wissenschaftlich belegen.

Der amerikanische Arzt Benjamin Feingold hat in den 1970er Jahren eine Studie zu diesem Thema durchgeführt. Diese Studie hat sich mit dem Thema befasst, ob künstliche Aromen und Farbstoffe zu Hyperaktivität führen können. Dr. Feingold hat aufgrund seiner eigenen Studie die Feingold-Diät erfunden, bei der sämtliche Zusatzstoffe gemieden werden sollen. Auch Zucker gehört zu den gemiedenen Lebensmitteln.

Allerdings liefert diese Studie bis heute keine wissenschaftlich fundierten Belege für die Wirksamkeit des Verzichts. Mittlerweile haben zahlreiche vertrauenswürdige Studien sogar die Wirkung von Zucker als Auslöser von Hyperaktivität ausgeschlossen.

Viele Eltern betroffener Kinder berichten aber eher von negativen Erfahrungen mit dem Konsum von Zucker. Warum aber ist das so? Eine Reihe von Forschern hat sich mit diesem Phänomen befasst. Das Ergebnis: Die Erwartungshaltung der Eltern spielt eine große Rolle. Bei der Untersuchung haben die Forscher 35 Jungen zwischen 5 und 7 Jahren zufällig in zwei Gruppen eingeteilt. Beide Gruppen haben zuckerfreie Nahrung erhalten. Den Müttern der einen Gruppe allerdings wurde erzählt, dass ihre Kinder stark zuckerhaltige Kost erhalten habe. Die Mütter, die von der zuckerhaltigen Kost ausgegangen sind, haben das Verhalten ihrer Kleinen eher als auffällig bis hyperaktiv beurteilt.

Dazu kommt, dass Kindern meist der Konsum von Süßigkeiten zu besonderen Anlässen gestattet wird. Das sind meist Geburtstagsfeiern oder andere aufregende Situationen für die Kinder. Diese Aufgeregtheit wird dann fälschlicherweise dem Zuckerkonsum zugeschrieben. Ein Trugschluss ist also der Auslöser für diese Empfindung der Eltern.

Und was ist mit den Farbstoffen und Konservierungsmittel? Viele davon stehen auch im Verdacht, hyperaktives Verhalten bei Kindern hervorzurufen. Den wissenschaftlichen Beleg dazu gibt es nicht. Und doch habe ich letztens beim Einkaufen Süßigkeiten entdeckt mit dem Warnhinweis „kann Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen“. Dazu habe ich herausgefunden, dass Lebensmittel, die diese Farbstoffe enthalten, gekennzeichnet werden müssen. Für mich persönlich ein Faktor, der die Meidung dieser Lebensmittel doch sinnvoll macht.

Laut Schulte Markwort existieren Studien, bei denen eine ausgewogene Ernährung möglichst ohne Farb- und Zusatzstoffe die Symptome von Kindern mit ADHS leicht verbessern. Das ist aber auch von Fall zu Fall unterschiedlich, da jedes Kind anders ist. Du solltest auch keine Theraphie mit der Ernährung ersetzen. In schweren Fällen ist eine medikamentöse Behandlung nicht vermeidbar. Und das wichtigste: ADHS und Hyperaktivität ist nicht das Gleiche! ADHS hat eine stark herabgesetzte Konzentrationsfähigkeit zur Folge. Bei der Hyperaktivität haben die Kinder einen ausgeprägten Bewegungsdrang.

Fazit:

Es ist also nicht richtig zu sagen, dass Zucker Hyperaktivität verstärkt oder auslöst. Du solltest aber trotzdem nicht zu viel Zuckerkonsum bei deinem Kind tolierieren. Denn Diabetis, Übergewicht und Karies werden von zu viel Zucker ausgelöst. Bei bestimmten Zusatzstoffen und Konservierungsstoffen ist aber Vorsicht geboten. Im Zweifel solltest du dich professionell beraten lassen.

Pickelalarm? Diese Hausmittel können Dir helfen

Eingetragen bei: Gesundheit | 0

Jeder von uns kennt die nervigen kleinen Rötungen und Schwellungen im Gesicht und meistens treten diese genau dann auf, wenn du sie überhaupt nicht gebrauchen kannst. Die Rede ist von Pickeln, die uns von Zeit zu Zeit in den Wahnsinn treiben. Gerade wenn man in einem Beruf mit vielen Menschen Kontakt hat, können diese gelegentlich auftretenden Hautunreinheiten als überaus störend empfunden werden. In meinem Alltag bin ich überflutet von Produkten zur Bekämpfung und Vorbeugung von Pickeln, wo man schnell den Überblick verliert. Viele schwören auf einfache Hausmittel und jeder hat irgendwo ein Wundermittel erzählt bekommen, was bei ihm angeblich die Pickel wie von Zauberhand verschwinden lässt. Daher möchte ich dir die bekanntesten Hausmittel gegen Pickel näher bringen, vielleicht kann der ein oder andere sein persönliches Mittel der Wahl für sich entdecken.

Die Ursachen für Pickel können sehr verschieden sein und hängen oft mit den individuellen Lebensgewohnheiten und Veranlagungen der Haut zusammen. Meist ist die Grundursache ein Ungleichgewicht der Talgproduktion, da bei einer Überproduktion von Talg die Hautporen verstopfen und es zu Entzündungen kommen kann. Begünstig wird die Überproduktion von mangelnder oder übertriebener Reinigung der Haut, aber auch durch hormonelle Schwankungen.

Die meisten Leute denken fast immer sofort an Zahnpasta oder Backpulver, da es den Pickel austrocknen soll und er dadurch schneller verschwindet. Kurzfristig haben diese beiden Hausmittel durchaus einen austrocknenden Effekt, allerdings reizen die Inhaltsstoffe die Haut und können bei empfindlichen Menschen zu Rötungen und Pustelbildung führen. Das Backpulver wird meistens als Peeling verwendet und mit Wasser gemischt. Das in Backpulver enthaltende Natriumhydrogencarbonat kann deine Haut durch Übertrocknung oder pH-Wertänderung zusätzlich angreifen. Eine Übertrocknung kompensiert die Haut in erster Linie durch eine Erhöhung der Talgproduktion, was du ja eigentlich verhindern möchtest.

Eine Zinksalbe kann ebenso zu einer Verbesserung führen, jedoch ist auch hier die Art und Weise der Anwendung sehr ausschlaggebend. Zink hat eine austrocknende und entzündungshemmende Wirkung. Lokal und nur punktuell aufgetragen fördert es die Abheilung. Zu großflächig aufgetragen ist es jedoch eher kontraproduktiv und einige Menschen haben mit Allergien oder Unverträglichkeiten gegenüber Zink zu kämpfen.

Du kannst auch Heilerde zur wirkungsvollen Behandlung von Pickeln verwenden. Die enthaltenden Spurenelemente und Mineralien nehmen bei der Trocknung viel überschüssigen Talg und Bakterien auf. Entweder du kaufst dir eine bereits fertige Salbe oder rührst dir selber eine an. Zusätzlich hat die Heilerde eine Wärmewirkung auf die innere Hautschicht und fördert somit den Stoffwechsel, was eine Verbesserung des Hautbildes begünstigt. Es gibt auch Varianten, wo Heilerde mit Jojobaöl gemischt wird, da das Öl dem Hautfett sehr ähnlich ist und somit besonders gut von der Haut aufgenommen wird.

Ein weiteres bewährtes Hausmittel wäre die Anwendung von Honig. Du kannst den Honig entweder direkt verwenden oder mit Quark mischen. Der Honig wirkt antibakteriell und beinhaltet auch Enzyme, welche die abgestorbenen Hautschuppen entfernen. Du solltest hierfür am besten einen unbehandelten Biohonig oder Manuka Honig benutzen.

Am einfachsten sind die verschiedenen Teesorten, welche sich für die innere und äußere Anwendung eignen und eine große Wirkung auf dein Hautbild haben. Als Klassiker empfehle ich hier für die äußerliche Anwendung den Kamillentee, da die Kamille und deren Hauptwirkstoff Bisabolol eine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung hat. Weitere Wirkstoffe sind Matricin und Chamazulen, welche unseren Hautstoffwechsel und die Regeneration der Zellen anregen. Die Kamille hat ebenso positiven Einfluss auf die Talgproduktion und dies beugt Mitesser- und Pickelbildung vor. Du kannst auch ein Kamillendampfbad verwenden, da hierdurch deine Poren geöffnet werden und Verschmutzungen bzw. überschüssige Talg sich besonders leicht entfernen lassen. Als zweite Teesorte zur äußeren Anwendung empfehle ich Schwarztee. Die enthaltenen Bitter- und Gerbstoffe haben nicht nur einen desinfizierenden Effekt, sondern haben auch eine zusammenziehende Wirkung auf deine Haut. Dies verfeinert deine Poren und lindert Entzündungen.

Fazit:

Generell ist der beste Weg eine gesunde Ernährung einzuhalten und ausreichend Bewegung im Alltag einzubauen. Wenig Schlaf, viel Stress oder auch zu übertriebenes Waschverhalten können dein Hautbild anfällig für Hautunreinheiten machen. Wenn du einfache Regeln für ein gesünderes Gleichgewicht deiner Haut einhältst, wirst du viel weniger Ärger und Sorgen mit dem Thema Pickel haben.

Die zehn einflußreichsten Krankenschwestern der Geschichte

Eingetragen bei: Wir Krankenschwestern | 2

Dieser Blogbeitrag soll Euch die zehn einflussreichsten Krankenschwestern der Geschichte näher bringen. Nun könntet ihr natürlich denken, dass ich, da selber Krankenschwester etwas voreingenommen gegenüber diesem Thema bin. Aber ihr werdet erstaunt sein, wie stark diese erstaunlichen Frauen die Welt, in der wir heute leben beeinflusst haben. Wenn ihr im Internet Rankings von berühmten Persönlichkeiten lest, dann geht es oft um Politiker, Wissenschaftler, Sportler oder Künstler. Aber was wäre die heutige Gesundheitsfürsorge, ohne diese tapferen Krankenschwestern, die diesen Berufsstand so wirkungsreich gemacht haben, wie er heute ist. Viele der folgenden Krankenschwestern hatten maßgeblichen Einfluss auf die heute so normal erscheinenden Standards in der Pflegepraxis. Sie erreichten die Änderung von bestehenden Gesetzen, eine bessere Ausbildung, die Gleichstellung von Geschlechtern und Rassen, gründeten einflußreiche Organisationen und retteten Millionen von Menschenleben. Wie wichtig ihr Engagement war, lest ihr hier in meinem Überblick:

Florence Nightingale (1820 – 1910)

Florence Nightingale gebührt mit Sicherheit die Ehre die berühmteste Krankenschwester der Geschichte zu sein. Sie wurde im italienischen Florenz geboren und erhielt deshalb auch ihren Vornamen. Als Tochter eine überaus wohlhabenden Adelsfamilie war ihr eigentlich eine andere Berufslaufbahn vorbestimmt. Doch Florence begann sich schon in ihrer frühen Jugend für die Krankenpflege zu begeistern und setzte gegen den Willen ihrer Eltern eine entsprechende Ausbildung durch. 1854 begann unter Beteiligung von Russland, der Türkei und Großbritannien der Krieg um die Krim und Florence` Leben bekam seine entscheidende Wende. Im Auftrag des britischen Kriegsministers reiste sie in die Türkei, organisierte die Verwundetenpflege und versorgte mit lediglich 125 Helferinnen innerhalb von drei Monaten über 10.000 Soldaten. Dank ihren Erfahrungen und später schriftlich niedergelegten Schilderungen konnte aufgezeigt werden, dass die meisten Soldaten nicht durch Kampfhandlungen, sondern durch Mangelerscheinungen und katastrophale hygienische Bedingungen starben. 1860 eröffnete Flo in London ihre eigene Pflegeschule und formulierte in berühmte gewordenen Schriften erstmals medizinische Standards und ethische Grundsätze für den Beruf der Krankenschwester. Florence Nightingales Wirken hatte maßgeblichen Einfluß auf die Gründung des Roten Kreuzes 1864. Zu ihren Ehren wird an ihrem Geburtstag, dem 12. Mai der Internationale Tag der Pflegenden begangen.

Clara Barton (1821 – 1912)

Was für die Engländer Florence Nightingale war Clara Barton für die Amerikaner. Während des extrem verlustreichen amerikanischen Bürgerkrieges wurde ihr der Name „Engel des Schlachtfelds“ verliehen. Über drei Jahre versorgte sie mit unermüdlichem Einsatz die Fronthospitäler beider Seiten mit medizinischem Material und half tatkräftig in den überfüllten Lazaretten. 1881 gründete sie das Amerikanische Rote Kreuz und leitete die Organisation bis 1904. Das Rotes Kreuz und Roter Halbmond heute nicht nur bei kriegerischen Konflikten, sondern auch bei Naturkatastrophen und ähnlichen Notsituationen helfen, ist maßgeblich Clara Barton zu verdanken

Mary Eliza Mahoney (1845 – 1926)

Dass heute Frauen aller Ethnien und Rassen den Beruf der Krankenschwester ausüben können, ist vor allem Mary Eliza Mahoney zu verdanken. Sie war die erste Afroamerikanerin, die eine Krankenschwesternschule mit einem staatlich anerkannten Abschluss verließ, um später in von weißen dominierten Gesellschaftsschichten als gleichberechtigte Pflegerin zu arbeiten. Ihr Beispiel ermöglichte vielen anderen Afroamerikanerinnen den Zugang zu amerikanischen Krankenschwesternschulen. 1908 gründete sie die National Association of Colored Graduate Nurses und wurde zu einer einflussreichen Kämpferin gegen die Rassendiskriminierung.

Dorothea Dix (1802 – 1887)

Die Amerikanerin Dorothea Dix verbrachte 40 Jahre ihres Lebens damit, Lobbyarbeit für die psychische Gesundheitsversorgung zu leisten. Dank der von ihr initiierten Umfragen und Untersuchungen wurde das Gesundheitswesen für psychisch Kranke in den USA aber auch in Europa entscheidend reformiert. Zwischen 1840 und 1860 konnten so erstmals über 30 Nervenheilanstalten entstehen. 1861 wurde ihr, während des amerikanischen Bürgerkrieges die Leitung von über 6.000 Lazarettschwestern der Nordstaaten übergeben. Nach dem Krieg setzte sich Dorothea Dix auch für die Einrichtung humaner Versorgung von psychisch und psychisch Kranken in Gefängnissen ein.

Margaret Sanger (1879 – 1966)

Der Tod ihrer Mutter nach elf Schwangerschaften und ihre Erfahrungen als Krankenschwester in den Slums von New York machten Margaret Sanger zu einer entschiedenen Kämpferin für das Recht der Frau auf Empfängnisverhütung und Geburtenkontrolle. Margaret Sanger drängte vor allem darauf, dass die Menschen der unteren Klassen über verschiedene Formen der Geburtenkontrolle unterrichtet werden müssten und leistete kämpferischen Einsatz gegen die diesbezüglichen Vorstellungen der katholischen Kirche. 1921 gründete sie die American Birth Control League, eine Organisation, die sich schließlich in das verwandelte, was wir heute Planned Parenthood nennen. Mit ihrer weitreichenden persönlichen Erfahrung bezüglich zahlloser Schwangerschaftsprobleme und ihrem stetigen Drang nach Bildung und Bewusstsein war Margaret Sanger eine der einflussreichsten Vorreiterinnen für das Recht der Frauen auf Empfängnisverhütung.

Linda Richards (1841 – 1930)

Die Amerikanerin war die erste Krankenschwester der Geschichte, die eine professionelle Ausbildung abschloß. Ihr Erfahrungen schilderte sie später so: „Wir waren von 5:30 Uhr am Morgen bis 21 Uhr am Abend auf den Stationen. Jede Krankenschwester hatte eine Station mit sechs Patienten zu betreuen und schlief in einem kleinen Zimmer in unmittelbarer Nähe. Ich wurde bis zu neunmal jede Nacht von einem Anruf geweckt. Abgesehen von einem freien Nachmittag aller zwei Wochen gab es eigentlich keine Zeit zum Lernen oder zur Erholung.“ Dem Beruf blieb Linda trotzdem treu und leiste später Beispielloses. Linda entwickelte das weltweit erste System zur Aufbewahrung von individuellen Krankenakten und gründete, mit persönlicher Unterstützung von Florence Nightingale in den USA landesweit zahllose Krankenschwesternschulen. 1885 zog sie für fünf Jahren nach Japan, wo sie die ersten Ausbildungsprogramme für japanische Krankenschwestern begleitete. Nach ihrer Rückkehr arbeitete sie weitere zwanzig Jahre in Krankenhäusern und wurde nicht nur erste Präsidentin der American Society of Superintendents of Training Schools, sondern lange nach ihrem Tod, 1994 auch in die National Women’s Hall of Fame aufgenommen.

Mary Jane Seacole (1805 – 1881)

Die in Jamaika geborene Kreolin war eine Zeitgenossin Florence Nightingales und ebenso, wie sie während des Krimkrieg aktiv. Die Krankenpflege hatte sie von ihrer Mutter gelernt. Neben den Erkenntnissen der damaligen Medizin war sie jedoch auch in der Verwendung von afrikanischen und karibischen Naturheilmitteln bewandert. Nach einer Ablehnung ihrer Dienste als Krankenschwester durch das Kriegsministerium reiste Mary Jane Seacole 1855 auf eigene Faust auf die Krim und eröffnete in einem Stadtteil von Sewastopol das British Hotel, was nicht nur als Offiziersklub diente, sondern auch zur ersten Anlaufstation von britischen Verwundeten avancierte. Ihre Verdienste als Krankenschwester wurden später nicht nur von Florence Nightingale, sondern auch durch die Verleihung der Krim-Medaille gewürdigt. Ihre Erinnerungen formulierte Mary Jane Seacole später in ihrer Autobiographie „Wonderful Adventures of Mrs. Seacole in Many Lands“. Mary Jane Seacole hat durch ihren Einsatz zahllosen nichtweißen Krankenschwestern im British Empire den Weg zu einer normalen Berufsausbildung geebnet. In einer von der BBC initiierten Umfrage wurde sie 2004 zur „Bedeutendsten Schwarzen Britin“ gewählt.

Mary Breckinridge (1881 – 1965)

Um über Scheidung und den Tod ihres Kindes hinwegzukommen, wurde Mary Breckinridge Krankenschwester und ging in dieser Funktion während des 1. Weltkriegs nach Europa. Dort traf sie auf britische und französische Hebammen und entschied, dass deren Praxis auch den jungen Schwangeren in den entlegenen Gebieten der USA helfen könnte. 1925 gründete sie deshalb den bis heute aktiven Frontier Nursing Service, der vor allem Frauen in den entlegenen Gebieten der Apalachen in Kentucky medizinische Hilfe in der pränatalen und nachgeburtlichen Pflege ermöglichte. Dabei übernahmen berittene Krankenschwestern aufgrund der Abwesenheit von Ärzten mehrere von deren Behandlungen und leiteten darüber hinaus auch jüngere Berufskolleginnen an. Mary Breckenridg`s Leben wurde lange nach ihrem Tod zum Vorbild für die TV-Serie „Call the Midwife“.

Mabel Keaton Staupers (1890 – 1989)

Den wichtigsten Beitrag zur Gleichberechtigung von Krankenschwestern aller Hautfarben leistete wohl Mabel Keaton Staupers. Auf Barbados geboren, kam die 13-jährige Mabel mit ihren afroamerikanischen Eltern nach New York, wo sie 1917 eine Ausbildung zur Krankenpflegerin mit Examen abschloß. Nach einer dreijährigen Tätigkeit als private Krankenschwester gründete sie mit zwei befreundeten Ärzten das erste Krankenhaus für „Schwarze“ und übernahm dort die Leitung der Krankenpflege. Ihr unermüdlicher Einsatz galt zunächst der Bekämpfung von Tuberkulose, die damals vor allem unter der mittellosen, farbigen Bevölkerung den Rang einer Volksseuche hatte. Den größten Erfolg errang Mabel Staupers allerdings während des 2. Weltkriegs gegen die Diskriminierung innerhalb der amerikanischen Armee. Dank ihres freundlichen und klugen Verhandelns mit Politikern und Gewerkschaftsführern konnten afroamerikanische und andere Sanitätskräfte vollkommen gleichberechtigt in der Armee tätig werden. Diese Regelung wurde 1945 gesetzlich festgeschrieben.

Claire Bertschinger (1953 – )

Die Tochter eines Schweizers und einer Britin erkannte schon früh ihre Berufung und reiste nach ihrer Ausbildung zur Krankenschwester um die ganze Welt. Nach der Begleitung einer wissenschaftlichen Expedition nach Panama und Papua Neuguinea ging Claire 1984 als Feldkrankenschwester nach Äthiopien und leitete dort, während der Hungerkatastrophe eine Essensstation. Während sie nur 60 bis 70 Kinder versorgen konnte, herrschten in ihrer Umgebung katastrophale Zustände. Einem TV-Team der BBC, das vor Ort eine Reportage drehte, erzählte Claire Bertschinger ihre erschütternde Geschichte. Die Ausstrahlung des Reports im britischen Fernsehen im Oktober 1984 veranlasste Bob Geldof zur Gründung seiner Initiative Band Aid. Durch den Song „Do they know its Christmas Time“ und das darauf folgende Mega-Konzert Live Aid konnten über 150 Millionen Pfund gesammelt werden. Die Aktion rettete über 2 Millionen Äthiopier vor dem Hungertod. 2010 wurde Claire Bertschinger von Queen Elisabeth zur „Dame Commander of British Empire“ ernannt. Sie ist heute für die Ausbildung „Tropical Nursing“ an der London School of Hygiene and Tropical Medicine verantwortlich.

Buzzfeed über Krankenschwestern – Geniale Vorurteile

Eingetragen bei: Wir Krankenschwestern | 0

Vor Kurzem stieß ich auf einen Buzzfeed-Artikel, den ich einfach anklicken musste: Vorurteile über Krankenschwestern. Die folgenden Minuten war meine Hand mit Scrollen und mein Kopf mit Nicken beschäftigt. Herrlich! Viele dieser Klischees kenne ich nur allzu gut aus meinem eigenen Alltag.

Ich hatte noch nie ein Verhältnis mit einem Arzt

Arztserien handeln meistens von Liebeleien zwischen Schwesternzimmer und OP, Stelldichein in der Notaufnahme oder dem dramatischen Kontrast zwischen Personalliebe und Patiententod. In der Realität sieht das oft anders aus. Sicherlich gibt es Krankenschwestern, die sich auch privat mit einem Arzt treffen oder mit ihm verheiratet sind – aber das ist nicht häufiger als in anderen Berufen. Verlangende Blicke und sehnsüchtige Seufzer wären im Krankenhaus auch sehr unangemessen. Zudem fehlen in diesem Klischee die Ärztinnen, oder?

Ich bin meistens so gestresst, dass ich zum Flirten überhaupt keine Zeit hätte. Manchmal finde ich stundenlang nicht einmal eine Gelegenheit, schnell eine Tasse Kaffee zu trinken oder zur Toilette zu gehen. Nachtschichten bilden davon nicht zwingend eine Ausnahme: Krankheiten halten sich nicht an den Schlafrhythmus eines gesunden Menschen und schalten für acht Stunden ab. Notfälle und Aufnahmen sind auch in der Nacht ein Thema.

Sexy Krankenschwester?

Das zweite Vorurteil ist ebenfalls gut. Krankenschwestern sind genauso schlank, dick, hübsch oder hässlich wie andere Menschen. Ich kenne kein Kleidungsstück, das so unsexy ist wie meine Arbeitskleidung. Die weiße Garderobe ist nur in festen Größen erhältlich und weit geschnitten. Das Schnittmuster wirkt eher eckig oder röhrenförmig. Wenn ich eine Urinprobe über den Flur trage, komme ich mir auch nicht unbedingt sexy vor.

Dieses Vorurteil stört mich, weil auch ich immer wieder mit anzüglichen Sprüchen und Gesten von Patienten und Angehörigen konfrontiert werden. Ich mache meine Arbeit gern, aber solche Situationen sind auch mir unangenehm. Ich bin da, um Menschen zu helfen – aber nicht in diesem Sinne.

Krankenschwestern werden unterschätzt …

Der Buzzfeed-Artikel spricht verschiedene Vorurteile an, die darauf hinauslaufen, dass Krankenschwestern für niedere Arbeitskräfte gehalten werden. Dabei dauert die Ausbildung aus gutem Grund drei Jahre. Wenn du meinem Blog schon länger folgst, hast du vermutlich schon ein gutes Bild davon, was wir jeden Tag leisten.

Ich weiß nicht, ob ich mit Ärzten tauschen wollte. Sie erhalten zwar ein höheres Gehalt, aber sie sind nicht so nah am Patienten wie ich. Meine Arbeit umfasst viele menschliche Momente. Gleichzeitig wird von mir fachliche Kompetenz erwartet, die sich über viele unterschiedliche Bereiche erstreckt. Die einfache Pflegetätigkeit (die auch Können erfordert) macht nur einen Bruchteil meiner Arbeit aus.

… aber wir werden gern in Anspruch genommen, wenn es brennt

„Kannst du dir diese Schwellung mal angucken? Sie sieht irgendwie gefährlich aus.“ – „Meine Tochter hat so einen komischen Ausschlag, hier!“ – „Könnten meine Kopfschmerzen auf Krebs hindeuten?“ Das sind Sätze, die vermutlich jeder schon einmal gehört hat, der in einem medizinischen Bereich arbeitet.

Ich glaube, dass viele Menschen Krankenschwestern erst dann wirklich respektieren, wenn es auf einmal ernst wird. Wenn ich in einer solchen Situation verhalten reagiere oder den Fragesteller an einen Arzt verweise, kommt oft wieder das Inkompetenz-Klischee zum Tragen. Dabei schicke ich niemanden aus Spaß zum Arzt.

Doch, wir können lachen!

Das Vorurteil, Krankenschwestern seien ausschließlich ernst und hätten keinen Sinn für Humor, hat mich überrascht. Wenn wir die Zeit dazu finden, tauschen wir auf der Station auch gern den einen oder anderen Witz aus.

Der spezielle Krankenschwestern-Humor ist eher trocken und für Laien manchmal schwer nachvollziehbar. Außerdem benötigst du teilweise Fachwissen, um die Witze zu verstehen. Manchmal ist es auch lustig, wenn eine Person ein völlig falsches Bild von meiner Arbeit hat. Um diesen „Witz“ zu verstehen, musst du natürlich die Wirklichkeit kennen. Aber zum Glück hast du als Leser meines Blogs schon einiges Vorwissen auf diesem Gebiet.

Leute:

Dies sind nur eine handvoll der Vorurteile, welche ihr in dem Artikel auf Buzzfeed finden könnt. Ich kann euch den Artikel wärmstens empfehlen und wünsche viel Spaß beim Stöbern.